Wenn die (Mama-)Energie fehlt...

 

Kennst du das? - Die Tage werden kürzer, die Sonne scheint nur noch ein paar Stunden am Tag, Regentage häufen sich, rausgehen kostet Überwindung, die Nächte sind auf einmal viel zu kurz und dir fehlt die Energie?

 

Ich hatte in den letzten zwei Wochen das Gefühl, dass die Energie für meine Vorhaben nicht mehr so da war, wie im Sommer – wie ich’s gerne hätte. Ich tat mir schwer beim Aufstehen (eigentlich bin ich ein Morgenmensch) und kam an manchen Tagen nicht so ganz in die Gänge.

 

Eine kurze Zeit lang hab‘ ich diese Veränderungen nicht besonders beachtet, doch da es nicht nur mir an Sonnenpower fehlt, kam es bald zu unangenehmen Situationen innerhalb der Familie. Mein Mann kam immer wieder erschöpft – und dementsprechend gelaunt – von der Arbeit nach Hause, meine Söhne taten sich teilweise auch schwer beim Aufstehen und kamen müde von der Schule nach Hause, dementsprechend angenehm waren die Hausübungssituationen :-/, meine Tochter verlangte ganz viel Mama-Zeit… und ich war genervt, lustlos, grantig, - dazu kam dann noch der alltägliche Haushalt, meine Arbeit, Kästen, die sortiert werden wollten,… Dadurch war ich dauernd überfordert, hätte noch mehr Kraft gebraucht und hatte bald das Gefühl, nix weiter zu bringen, …  und meine Exklusive Mama-Zeit für mich blieb sowieso auf der Strecke,…..

 

Obwohl ich sehr bewusst lebe und grundsätzlich gut auf mich und meine Kraftreserven achte, hab‘ ich (wieder mal ;-) ) eine kurze Anlaufzeit gebraucht, um zu erkennen, was sich gerade verändert, woran es liegt und was zu tun ist, damit wir nicht noch weiter in den Sumpf der Energielosigkeit mit Müdigkeit, schlechter Laune und häufigen Konflikten sinken. Auch, als es mir bewusst wurde und ich genau wusste, wie ich wieder in meine Mitte komme, dauerte es ein paar Tage, bis ich zur Umsetzung kam,… ABER es ist mir wieder gelungen!!!

YEAH!!!

 

WIE???

Meine oberste Priorität war meine Zeit für mich!!! - Jeden Tag zumindest ein paar Minuten mit mir alleine zu verbringen um

·       … aufzuschreiben, wie es mir im Moment gerade geht und wie ich’s gerne hätte

·       … einfach einige Male tief durchzuatmen

·       … zu meditieren

·       … in die Natur zu gehen und die frische Luft zu genießen

·       … mir ein gutes, frisches, gesundes Essen zu kochen und zu genießen

·       … mich zu bewegen

·       … Musik zu hören

·      

Natürlich hab‘ ich mich immer wieder dabei ertappt, zu denken, dass sich das jetzt nicht ausgeht, meine Tochter mich braucht, der Abwasch wichtiger ist, meine Mails gecheckt werden sollten, meine Jungs dringend Unterstützung bräuchten, die Wäsche auf mich wartet,…

 

HALT!!! - STOPP!!! - NEIN!!! - Was ist das wichtigste für mich? – ICH!!!

 

Also hab‘ ich begonnen, den Fokus dahin zu lenken und darauf zu achten, dass ich mir die paar Minuten täglich gönne – anfangs nur zwei-drei zum Durchatmen und mich spüren, oder einfach mal kurz frische Luft schnappen und den Moment genießen, dann zum Schreiben (geht auch neben Kind) und als ich spürte, wie ich langsam meiner inneren Mitte wieder näher kam, wurden die Auszeiten länger und ich achtete noch mehr drauf und fand immer mehr Lücken in meinem Alltag, in denen Krafttanken möglich wurde.

 

Jetzt steh ich auch wieder früher auf, um zu meditieren, weil es mir soooo gut tut und ich davon soooo profitiere!!!

 

Der Effekt:

Ich wecke meine Jungs mit guter Laune (die in Folge leichter aufstehen ;-) ), kann meinen Mann so nehmen wie er ist, auch wenn er abends grantig heimkommt (und die miese Laune hält nicht mehr so lang an J), nimm mir voller Freude und Genuss Zeit für meine Tochter (die dann zwischendurch auch immer wieder länger alleine spielen kann) und ich hab‘ kein Problem damit, wenn die Wäsche mal ein-zwei Tage länger liegt – Hauptsache mir und meiner Familie geht’s gut!!!

 

Bräuchtest du auch mehr Energie und findest kaum freie Zeit für dich, um Aufzutanken?

Dann probier’s mal aus:

Denk im Alltag immer wieder dran, mal ganz bewusst,

tief durchzuatmen,

frische Luft zu schnappen,

ein gutes Lied zu hören,

dein Essen zu genießen,…

oder was auch immer dir gut tut!!!

Nimm dir anfangs einfach ein paar Minuten und spür rein, was das mit dir macht!

 

Du wirst deine Exklusiv-Zeit automatisch erweitern, weil es sooooo viel bringt – und das bringt dir (und infolge auch deinen Liebsten) dann noch mehr ;-)

 

POWER, FREUDE, LIEBE, RUHE, GEDULD, GENUSS,…

 

 

YEAH!!!

 

Wie geht’s dir mit deiner Energie, wenn der Herbst kommt und die Sonne sich nur noch zwischendurch blicken lässt? Was tust du, um wieder Energie zu tanken? Wie und wann nimmst du dir deine Exklusiv-Zeit für dich? Merkst du Veränderungen in deinem Umfeld?

Erzähl mir doch in den Kommentaren, welche Erfahrungen du gemacht hast und ob dir meine Tipps geholfen haben!!!

 

 

Alles Liebe,

Sonja

 

 

Wenn du gerne Unterstützung dabei hättest, herauszufinden, was dir gut tut und die Kraftquellen in deinen Alltag zu integrieren, findest du mich auf meiner Facebook-Seite: 

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Kommentare: 2
  • #1

    Elke Storath (Donnerstag, 13 Oktober 2016 09:40)

    Hallo Sonja,
    da sprichst du wirklich ein wichtiges und leider viel zu oft unterschätztes Problem gerade bei Müttern an.
    Da ich selber das Glück aber auch die Herausforderung hatte, drei Kiddies ( geboren '92, '93 und '94) großziehen zu und nebenbei noch Haushalt und Job managen zu dürfen, weiß ich tatsächlich, wie schnell einem das im Alltag aus dem Fokus gerät.
    Gerade wir Frauen geben da alles und versuchen es gerne allen recht und angenehm zu machen und vergessen leider,
    dass wir bei aller Liebe und Fürsorge für andere auch uns nicht vergessen dürfen.
    Nur wenn wir das regelmäßig tun, haben wir überhaupt die Chance auf Dauer so gut für unsere Lieben zu sorgen, wie wir uns das wünschen und unseren "Job" als Mama mit Leichtigkeit und Freude auszuführen.
    Toll, dass du uns das mit deinem Blogartikel so anschaulich in Erinnerung rufst.
    Liebe Grüße,
    Elke Storath

  • #2

    Carola Leipert (Freitag, 14 Oktober 2016 10:44)

    Liebe Sonja,
    auch wenn ich nur ein Kind habe und mein Sohn jetzt erst 16 Monate alt ist, kann ich deinen Beitrag total nachvollziehen. Mir geht es oft ähnlich und es ist wirklich nicht leicht, sich aus dieser
    "Falle", wie ich es hier mal nennen will, wieder zu befreien. Bei mir hilft oft ein Bad am Abend oder der bewusste Gang alleine von der Kita nach Hause, wenn ich Sohnemännchen abgeliefert habe und
    dann auf dem Rückweg versuche bewusst zu atmen und die Farben und die Bilder intensiv in mir aufzunehmen. Aber auch in seiner Mittagsschläfchenzeit versuche ich mir die öden Haushaltsaufgaben zu
    versüßen, indem ich z.B. über Youtube für mich inspirierende Videos anderer Autoren anschaue, da ich selbst auch Romane schreibe. Es gibt meiner Meinung nach also immer kleine Möglichkeiten, sich
    "Raum für sich selbst" zu schaffen, aber man muss dranbleiben und es immer wieder aktiv anschubsen.
    Liebe Grüße von der Mamafront sendet dir Carola